Was ist Mediation
Mediation ist ein Weg der Konfliktklärung, bei dem ein neutraler Dritter (Mediator/-in) ohne eigene Entscheidungsbefugnis die Beteiligten im Konfliktlösungsprozess unterstützt. Die Konfliktparteien, oft gefangen in einer Haltung von Angriff und Verteidigung, finden in der Mediation einen geschützten Rahmen, in dem jeder gleichberechtigt gehört und verstanden wird. Dabei bleibt der Mediator neutral und nimmt für sich keine Entscheidungsbefugnis in Anspruch wie zum Beispiel ein Richter oder ein Schlichter. Der Konflikt wird aus der Sicht der jeweiligen Betroffenen betrachtet. Es gibt keine Schuldzuweisung und keine Suche nach objektiven Wahrheiten. Das Ziel einer Mediation ist, eine faire, gerechte und langfristig tragfähige Lösung zu finden, die den Interessen, Bedürfnissen und Wertvorstellungen beider Parteien entspricht. Am Ende einer Mediation steht eine schriftliche Vereinbarung, die als Vorlage zu einer rechtsverbindlichen notariellen Vereinbarung dienen kann. Eine Mediation ist freiwillig und kann zu jeder Zeit abgebrochen werden. Der Rechtsweg bleibt stets offen.
Definition von John Haynes:
„Der Rechtsanwalt sagt einem was das Gesetz vorsieht, der Richter entscheidet, was man zu tun oder zu lassen hat.
Dem gegenüber fragt der Mediator erst einmal: Wie würden Sie es denn am liebsten machen?
Die meisten Leute kommen also zum Mediator, weil sie hier die Sache in der Hand behalten und selbst eine Regelung aushandeln.
Da diese Regelung von Ihnen selbst getroffen wird, ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie sich langfristig daran halten werden.“
